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Hintergrundinformationen zum Thema Energie

Meldungen zum Stromnetz im Oktober 2023

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Ereignisse und Meldungen zum Stromnetz im Oktober 2023 dar.



16.10.2023 - APG ruft Österreich zum Stromsparen auf

Die APG (Übertragungsnetzbetreiber in Österreich) teilt mit, dass das Stromnetz in Österreich stark belastet ist.

Die Bevölkerung wird gebeten, den Stromverbrauch in Zeiten mit hohen Last zu vermeidung und in Zeiten zu verschieben wo das Stromnetz nicht so stark belastet ist.

Stark belastet ist das dortige Stromnetz vom 16.10.23 bis 20.10.23 jeweils von 8 Uhr bis 14 Uhr.

Der Grund ist, dass das Stromnetz sehr stark belastet ist und Strom aus dem Ausland importiert werden muss, sowie Gaskraftwerke eingesetzt werden müssen, um den benötigten Strom produzieren zu können.

Quelle: APG


10.10.2023 Meldung aus Österreich (APG) zur Netzreserve

AT/APG: "Haben Netzreserven völlig ausgereizt; Die Physik schlägt zurück; Ein bisschen wie beim Pokerspiel"
Mit 110 Millionen floss bis August mehr Geld in Notfallmaßnahmen als im Gesamtjahr 2022

Wenn es ein normaler Winter wird, sollten wir ohne gröbere Probleme durchkommen.

Die Physik schlägt zurück. Es ist immer das schwächste Glied in der Kette ausschlaggebend. Es muss so lange Redispatch (Notfallmaßnahmen, Anm.) gemacht, also vom marktwirtschaftlichen Kraftwerkseinsatz abgewichen, werden, bis wieder ein stabiler Zustand erreicht ist. Das ist teuer. Österreich hatten im Vorjahr Redispatch-Kosten von 736 Millionen Euro. Davon haben rund 600 Millionen Euro Stromverbraucher in Deutschland bezahlt. Auf Netzkunden in Österreich sind in Summe 94 Millionen Euro entfallen. Von Jänner bis August an insgesamt 169 Tagen.

Es ein bisschen wie beim Pokerspiel: Wer als Erster die Nerven verliert und ein Kraftwerk abruft, zahlt. Das deutsche Netz ist groß, sie haben öfter Probleme und fragen an, ob wir ein Kraftwerk, das bei uns unter Vertrag steht, hochfahren können. Die Kosten tragen muss immer der Besteller.

Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, man hat uns nicht ernst genommen. Es fehlen die Gesamtsystemplanung und die gesetzlichen Rahmenbedingungen bei den Genehmigungsverfahren.

Bis jetzt haben wir vom Erbe unserer Großväter und Großmütter profitiert. Die waren mutig und weitsichtig genug, in Infrastruktur und Netze zu investieren, beides vorausschauend, mit großen Reserven. Diese Reserven haben wir ausgereizt bis Gehtnichtmehr. Jetzt wird es unangenehm für alle.

APG ist der österreiche Übertragungsnetzbetreiber


Quelle: Herbert Saurugg